27.04.2014 – Assen (NL) – Patrik Pulkkinen (UEM Moriwaki 250 Junior Cup) – Race 3

Vom 24. – 27.04.2014 fand sich das Team in Assen ein, um für unseren Nachwuchsfahrer Patrik Pulkkinen (FIN, 13 J.) das beste heraus zu holen. Dieser bestritt an jenem Rennwochenende den zweiten Lauf (Rennen 3) des Moriwaki 250 Junior Cups (UEM Europameisterschaft) im Rahmen der World Superbike WSBK.

Am Abend der Anreise kamen wir nicht in Paddock 1, da unsere Pässe im Welcome Center lagen, welches schon geschlossen war. Somit nahmen wir in der ersten Nacht mit dem P2 für „Truck Parking“ vorlieb.

Freitag früh begannen wir die Arbeit am Motorrad, besprachen die Einstellungen und probierten etwas mit dem Fahrwerk aus. Das gegen Mittag abgehaltene freie Training lief ganz gut, so dass Patrik seine ersten Eindrücke des Wochenendes mit Position 5 besiegelte. Anschließend begannen wir unsere Streckenbegehung, in welcher Frank Koch und Hannes Allwardt die Raffinessen und Besonderheiten der Strecke erklärten, und Stück für Stück auf jedes der Probleme von Patrik eingingen, um eine Entwicklung am Setting und am Fahrstil zu erzielen.

Das für den Samstag angedachte Qualifying wurde nach mehrfachen Zeitplanverschiebungen schlussendlich auf den Sonntag gerückt, da die einsetzende Nässe in den WSBK Klassen für massenhaft Stürze und Streckenverunreinigungen Sorgte.

Der Rennsonntag begann trocken, jedoch behielt die Wettervorhersage recht und der Regen kam gegen Mittag mit aller Kraft. Viele weitere Stürze und Ölspuren hatten zur Folge, dass wir erst um 17:20 Uhr mit einem gekürzten Qualifying von 15 Minuten an der Reihe waren. Auf Regenreifen & -setting kämpfte Patrik um jedes Zehntel. Wie jedoch zuvor bereits von ihm angekündigt, fehlt für die nasse Strecke ein erhebliches Stück Erfahrung. Zu früh angesetzte Bremspunkte schnitten sich mit dem besten Topspeed den Patrik in jeder Runde erreichte. Am Ende der Session erhielt Patrik Startplatz 13.

Bereits eine knappe Stunde nach dem Qualifying sollte unser Rennen beginnen. Somit blieb nicht viel Zeit, um für das ebenfalls gekürzte Rennen die Spritmenge zu kalkulieren, kleine Änderungen am Regen-Setup vorzunehmen und noch einmal Schwerpunkte zu besprechen. Die Boxengasse öffnete pünktlich, und das 22 Mann starke Fahrerfeld begab sich auf 2 Besichtigungsrunden, gefolgt von einer Warmup Lap. Patrik startete mittelmäßig, zögerte allerdings am immer noch nassen Ende der Start-Ziel-Gerade zu sehr, und fiel 2 Positionen zurück. Im Rennverlauf erkämpfte sich Patrik 2 Plätze zurück, und konnte die vor ihm liegende Lücke Runde um Runde verkleinern. In der zweiten Rennhälfte waren Patriks Rundenzeiten um bis zu 1 Sekunde schneller als die der 2 Piloten vor ihm. Das stimmte die Crew an der Boxenmauer hoffnungsvoll – eventuell bekam er jetzt etwas Gefühl für den triefend nassen Asphalt. Am Ende fing Patrik spektakulär einen Highsider ab, was ihn wieder ein paar Meter nach hinten warf. Stürze von 2 vor ihm liegenden Fahrern ermöglichten Patrik am Ende den 11. Platz im Rennen.

Das Team und Patrik haben viel gelernt und analysierten das Rennwochenende sachlich.

Frank Koch, Team Leader: „Wir haben viel Arbeit vor uns. Patrik hat dieses Wochenende eine Entwicklung nach vorne gezeigt, und sich große Mühe gegeben das Besprochene umzusetzen. Das Setting hat im Großen und Ganzen gepasst, aber was wir brauchen sind gemeinsame Trainingseinheiten. Die Zusammenarbeit ist großartig, und alle fühlen sich wohl und haben Vertrauen zueinander.“

Hannes Allwardt, Co Team Leader: „Ich bin eigentlich zufrieden. In dieser Meisterschaft ist der Lernerfolg höher zu bewerten als ein Sieg. Das Wochenende begann sehr gut, aber die Verschiebungen im Zeitplan und das Wetter haben uns nicht gerade in die Hände gespielt. Patrik berichtete uns bereits vorab über seine Probleme mit den Regenfahrten. Für einen 13 jährigen ist es nicht einfach, den ganzen Tag angespannt im Fahrerlager zu warten dass etwas passiert, um dann sehr spät die letzten Turn’s fahren zu müssen. Das ist eine Frage der Kondition & Konzentration. Trotzdem erkenne ich viel Gutes an diesem 2. Lauf: Wir haben einige Punkte gefunden an denen wir arbeiten müssen, und Potential zur Verbesserung analysiert.“

Patrik Pulkkinen, Pilot: „Ich hätte mir mehr gewünscht. Das Team hat super gearbeitet. Am Ende hätte ich mir nur die Gabel noch ein bisschen weicher gewünscht, aber ich habe auch zu früh gebremst. Bei optimalen Bremspunkten hätte es dann wohl gepasst. Das nächste Mal greifen wir wieder an!“

Mit Patrik ist das Team das nächste Mal im deutschen Oschersleben, um den 3. Lauf des „UEM Moriwaki 250 Junior Cup“ am 14. – 15.06.2014 zu bestreiten. Eventuell ist eine Trainingseinheit vorab nicht auszuschließen.

Wir bedanken uns bei allen mit wirkenden Sponsoren, bei Sami & Patrik Pulkkinen, bei der Crew des „UEM Moriwaki 250 Junior Cup“ (insbesondere bei Tessa Nieuwpoort) und bei den Fans & Motorsportbegeisterten.

Weitere Bilder erscheinen in der Impressionen-Galerie.

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Veröffentlicht in 2014, News | Race Reports.

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