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23.08.2015 – Oschersleben (GER) – Philipp Freitag – IDM – Race 7

Philipp Freitag: Keine zwei Zehntel fehlten

Im IDM Moto3 Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben verlor Philipp Freitag (Team F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) einen engen Positionskampf um Platz zwei gegen Matthias Meggle (Team Freudenberg) und Walid Soppe (Ernst Dubbink Eveno racing). Mit nur 0,15 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten Meggle reichte es nur für Platz vier. Das gesetzte Saisonziel, in die Top 3 zu fahren, hat Freitag damit erreicht, doch die Hoffnung auf den VizeTitel reduzierte sich auf ein Minimum. In Gedanken waren die Moto3 Piloten bei dem am Vortag tödlich verunglückten ADAC Junior Cup Fahrer Jonas Hähle.

Als Philipp Freitag (Buchholz/Nordheide) nach Oschersleben anreiste, war er rein rechnerisch einer der drei Titelkandidaten. Titelanwärter Tim Georgi (Team Freudenberg), konnte allerdings mit einem Sieg die vorzeitige Entscheidung herbeiführen, es galt daher vor allem, dessen Teamkollegen Matthias Meggle zu schlagen, um die Chance auf den Vize-Titel zu wahren. Die Stimmung in der Motorsport Arena war zunächst hervorragend, denn das Wetter spielte mit und die fünftägige German Speedweek lockte mit Ihrem Highlight, dem 8-Stunden-Rennen zur FIM Langstrecken Weltmeisterschaft, zahlreiche Zuschauer an. Mit dem freien Training und dem ersten Qualifying war der Buchholzer Rennfahrer zufrieden, denn er konnte seine Rundenzeiten kontinuierlich verbessern, eine gute Startposition in der zweiten Reihe schien daher sicher. Beim zweiten Qualifying am Freitag hingegen ging es nicht mehr vorwärts, und Freitag fiel auf Gesamtposition sieben und Platz fünf in der Standard-Wertung zurück, er rutschte damit in die dritte Reihe. Den Moto3-freien Samstag wollten die meisten Beteiligten nutzen, um die gebotene Renn-Action zu genießen, doch stattdessen hinterließen der schwere Startunfall im ADAC Junior Cup und das anschließende vergebliche Hoffen um das Leben des Rennfahrerkollegen Jonas Hähle ein schweres Trauma.

Am Rennsonntag mussten sich die Teilnehmer wieder auf ihren eigenen Einsatz konzentrieren. Mit einem guten Start konnte Freitag sofort den Anschluss zur Spitzengruppe in der Moto3 Standard Klasse herstellen, vor der nur noch die beiden niederländischen Piloten Thomas van Leeuwen und Ernst Dubbink mit ihren leistungsstärkeren GP-Maschinen lagen. Die Vierergruppe, bestehend aus Georgi, Meggle, Soppe und Freitag, teilte sich bald in der Mitte auf, weil Soppe Schwierigkeiten hatte, das Tempo mitzugehen. Später fiel Meggle zurück und musste seinen Teamkollegen ziehen lassen. Dafür bekam er Gesellschaft von seinen Verfolgern. In den nachfolgenden Positionskämpfen überholten sich Freitag und Soppe sowie Soppe und Meggle gegenseitig. Am Ende hatte Meggle knapp die Nase vorn, und Freitag verpasste um sieben Hundertstel hinter Soppe das Podest.

„Matthias ist verdammt spät auf der Bremse. Ich hätte wohl mehr riskieren müssen, um mich gegen ihn durchzusetzen.“ stellte Freitag enttäuscht fest. Team-Chef Frank Koch (44) ergänzt: „Es war ein sehenswertes Rennen, doch ich hätte mir noch härtere Attacken von Philipp gewünscht. Das Niveau der Kämpfe in der Moto3 ist höher als im Moriwaki Cup.“ Das Finale der IDM Moto3 findet vom 25. bis 27. September auf dem Hockenheimring statt. Mit 156 Punkten ist Georgi vorzeitig Meister in der Moto3 Standard-Klasse. Meggle und Freitag haben 130 bzw. 114 Punkte auf dem Zähler.

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