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09.08.2015 – Assen (NL) – Philipp Freitag – IDM – Race 6

Philipp Freitag: Platz drei nach verpasstem Anschluss

Auf dem TT Circuit in Assen musste sich Philipp Freitag (Team F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) im IDM Moto3 Rennen aus der dritten Reihe nach vorne kämpfen. Nach einem mäßigen Start versuchte er, im Windschatten des tschechischen GP-Piloten Martin Gbelec (Ariane Racing Factory) auf das Führungsduo innerhalb der Standard-Klasse, bestehend aus dem Niederländer Walid Soppe (Ernst Dubbink Eveno racing) und dem Berliner Tim Georgi (Team Freudenberg), aufzuschließen, und fand sich in einer Zwickmühle wieder: Gbelec’s Tempo war einerseits nicht ausreichend, aber sich von ihm abzusetzen erwies sich als aussichtslos, weil seine leistungsstärkere GP-Maschine auf der nächsten Geraden wieder vorbeizog.

Das gesamte Rennwochenende auf der niederländischen Traditionsstrecke fand bei Sonnenschein und regem Zuschauerzuspruch statt. Philipp Freitag (Buchholz/Nordheide), der früher im European 250 Junior Cup bereits Rennen auf dem 4,5 km langen TT Circuit absolviert hatte, rechnete sich beste Chancen aus. Doch nach ersten vielversprechenden Trainingssitzungen ging es im Qualifying nicht mehr richtig vorwärts, zudem nahmen in der GP-Klasse zusätzlich Gaststarter aus Frankreich und den Niederlanden teil, die schnelle Rundenzeiten fuhren und damit die vorderen Plätze in der Startaufstellung streitig machten. Mit der Startposition sieben verpasste der Buchholzer die zweite Startreihe und hatte mit Tim Georgi (Position 3) und Walid Soppe (Position 5) zwei Gegner aus der Standard-Klasse vor sich.

Am Renntag war Philipp Freitag gut in Form: Das Team hatte nach Auswertung der aus den Trainings gewonnenen Daten und Erkenntnisse noch einmal die Übersetzung geändert, und bereits im Warm up unterbot der Norddeutsche problemlos seine Qualifikationszeit. Der Start in das Rennen verlief hingegen nicht optimal und Freitag musste sich anschließend so schnell wie möglich nach vorne kämpfen, um die Spitze nicht enteilen zu lassen. Noch vor der ersten Kurve bremste er den dänischen Standard-Piloten Simon Jespersen aus. Danach kämpfte er mit den GP-Piloten Martin Gbelec (Tschechien) und Loris Cresson (Frankreich). Während er sich von Cresson distanzieren konnte, gelang ihm dies mit Gbelec nicht. Da das Duo Soppe/Georgi aber in Sichtweite war, schöpfte er Hoffnung, gemeinsam mit dem Tschechen die Lücke schließen zu können. Doch rasch stellte sich heraus, dass dieser ihn aufhielt und der Abstand zur Spitze größer wurde. „Es gab drei Passagen, in denen ich deutlich schneller war als Martin. Ich habe ihn auch immer wieder überholt, doch er konnte dank seiner Motorleistung stets kontern.“ stellte Freitag frustriert fest. In der Schlussphase des Rennens ging Freitag mit Blick auf die Meisterschaft kein Risiko mehr ein und überquerte eine Zehntel hinter Gbelec die Ziellinie. Er wurde damit Gesamtsechster und in der für ihn entscheidenden Standard-Wertung Dritter hinter Soppe und Georgi.

Team-Chef Frank Koch (44) hatte einen derartigen Rennverlauf befürchtet: „Wir wussten, dass Philipp die Spitzenzeiten fahren kann, doch es gelang ihm nicht, diese im Qualifying abzurufen. Er hat es sich dadurch selbst unnötig schwer gemacht: Von seiner Startposition aus fehlten ihm die entscheidenden Meter.“ Co Team Leader Hannes Allwardt (24) meint mit Blick auf die verbleibenden beiden Rennen: „Unser Saisonziel ist nun die Vize-Meisterschaft. Das sollte machbar sein.“ Das nächste Mal startet die IDM Moto3 im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft „German Speedweek“ vom 20. bis 23. August in der Motorsport Arena Oschersleben.

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