Bild-01

27.03.2015 – Val de Vienne (FR) – Philipp Freitag: Vorsaisontest in Frankreich

Das Team „F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt“ konnte auf dem Kurs „Val de Vienne“ bei durchwachsenen Wetterbedingungen wichtige Erkenntnisse gewinnen und die Honda NSF250R Rennmaschine auf die Bedürfnisse seines IDM Moto3 Piloten Philipp Freitag abstimmen.

Nach einem ersten erfolgreichen Rollout auf dem Hockenheimring hat das im Raum Worms ansässige Team Koch Rennsport jetzt fünf Tage in einen ausgiebigen Test auf der 3,8 km langen Rennstrecke „Circuit du Val de Vienne“ in der Region Poitou – Charentes im Westen Frankreichs investiert. Der kurvenreiche Kurs (12 Rechts – und 6 Linkskurven) schien gut geeignet für das Herantasten an eine auf Größe, Gewicht und Fahrstil von Philipp Freitag ausgelegte Grundabstimmung des Honda NSF250R Moto3 Production Racers. Der 17-jährige Gymnasiast aus Buchholz in der Nordheide tritt dieses Jahr mit der POLO Motorrad und Sportswear GmbH (Jüchen) als Hauptsponsor in der IDM Moto3 Standard Klasse an.

Der Start in die Testwoche verlief allerdings nicht reibungslos: Eine Reifenpanne sorgte für eine Verzögerung bei der Anreise und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bei Ankunft des Teams schienen die erfolgreiche Durchführung des Testprogramms in Frage zu stellen. Zum Glück heizte die kräftige südeuropäische Sonne den Asphalt immer wieder rasch auf, so dass ausreichend Testzeit unter variierenden Bedingungen mit Asphalttemperaturen bis zu 30 °C zur Verfügung stand. Das Team nutzte die Zeit, um verschiedene Komponenten – wie z.B. Bremsbeläge oder Federelemente – sowie Einstellungen von Fahrwerk und Elektronik unter Einsatzbedingungen auf ihre Eignung zu prüfen. Erst gegen Ende der Testphase, nachdem alles harmonierte und eine gut funktionierende Fahrwerksabstimmung gefunden war, ging es für den jungen Norddeutschen und gebürtigen Rheinland-Pfälzer auf Zeitenjagd, um sich bei Renntempo mit der für ihn neuen Moto3 Maschine vertraut zu machen. Auf dem verwinkelten Kurs mit nur relativ kurzen Geraden (max. 575 m) erreichte er dabei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h. Freitag war mit dem Fahrverhalten seines neuen Arbeitsgeräts mehr als zufrieden: „Dank der guten Rückmeldung des Fahrwerks konnte ich mich rasch an die Maschine gewöhnen und mein Tempo im Laufe des Trainings immer mehr steigern.“ stellte er fest. Wie bereits auf dem Hockenheimring beobachtet fiel der Reifenverschleiß wieder erstaunlich gering aus, wozu unter anderem auch der runde Fahrstil beitrug, den sich Freitag in seinen beiden Jahren im European Honda Moriwaki 250 Junior Cup angeeignet hatte.

Das Team Koch Rennsport bekam die Gelegenheit, reichlich Daten zu sammeln, wie Co Team Leader Hannes Allwardt (24) erläuterte: “In den fünf Tagen hatten wir es mit praktisch allen Wetterbedingungen zu tun, so dass wir viele Varianten im Test simulieren konnten.“ Team Leader Frank Koch (43) resümierte: „Ich bin vom Verlauf des Tests positiv überrascht: Wir sind schneller mit unserem Programm durchgekommen als geplant und mit Philipps Entwicklung sehr zufrieden. Wir freuen uns sehr auf das erste Rennen auf dem Lausitzring.“

Bild-01

Bild-02

Bild-03

Bild-04

Bild-05

Bild-06

Bild-07

Bild-08

Bild-09

Posted in 2015, News | Race Reports.

Kommentar verfassen