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05.07.2015 – Hungaroring (HU) – Philipp Freitag – IDM – Race 3

Philipp Freitag: „Sieg war zum Greifen nah“

In einer Hitzeschlacht auf dem Hungaroring nahe Budapest leistete Philipp Freitag (Team F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) innerhalb der Standard-Klasse des IDM Moto3 Rennens viel Führungsarbeit und kämpfte mit den Piloten des Freudenberg-Teams um den Sieg. Am Ende zog er jedoch den Kürzeren und beendete das Rennen knapp hinter Georgi und Meggle auf Platz drei weit vor dem Rest des Feldes.

Das dritte Rennen der IDM Moto3 Meisterschaft fand auf dem 4,4 km langen Hungaroring nordöstlich von Budapest statt. Der anspruchsvolle Kurs ist eine auf die Formel-1 ausgerichtete Berg- und Talbahn mit extrem kurzen Bremszonen und nur einer langen Geraden. Philipp Freitag, der an dem Rennwochenende seinen 18. Geburtstag feierte, kam mit dem Kurs gut zurecht, hatte aber in den Trainings nicht nur mit Temperaturen von weit über 30 °C zu kämpfen, sondern zunächst auch Schwierigkeiten mit dem letzten Streckensektor: Während die Zeiten in den Sektoren 1 und 2 auf dem Niveau der Spitze lagen, fand der Buchholzer für Sektor 3 anfangs kein gutes Rezept und verlor eine ganze Sekunde auf die Spitze. Im Qualifying landete er damit auf dem siebten Gesamtrang bzw. Rang fünf in der Standard-Klasse.

Team-Chef Frank Koch (44) stellte dazu fest: „Wir haben unsere Daten genauestens analysiert und dann entschieden, die Übersetzung auf den letzten Sektor zu optimieren. Wir waren uns sicher, dass Philipp die leichten Nachteile in den ersten beiden Sektoren ausgleichen würde.“   Am Renntag stieg die Lufttemperatur auf unerbittliche 38 °C, und Freitag hatte zudem mit Übelkeit zu kämpfen. Dennoch lief es für den Norddeutschen zunächst perfekt: Er gewann den Start und führte das Rennen innerhalb der Standard-Klasse bis zur fünften Runde an, dann gab er die Führung an Tim Georgi (Freudenberg Racing Team) ab. Die Positionen eins und zwei wechselten später noch zweimal zwischen Freitag und Georgi. Das Zünglein an der Waage war dann Matthias Meggle, der zweite Freudenberg-Pilot, dem es in der vorletzten Runde gelang, sich zwischen Freitag und dem in Führung liegenden Georgi zu schieben. Die drei überquerten schließlich die Ziellinie innerhalb von 0,7 Sekunden mit fast 15 Sekunden Abstand zum Viertplatzierten, dem Dänen Simon Jespersen. Allen Piloten standen nach dem Rennen die enormen Strapazen der Hitzeschlacht ins Gesicht geschrieben.

Nach Platz vier beim Crash-Rennen auf dem Nürburgring konnte der Norddeutsche jetzt wieder einen Pokal einfahren und resümierte: „Der Sieg war diesmal zum Greifen nah. Ich habe aber zu viel taktiert und bei Meggle nicht sofort gekontert, weil ich meine Gegner noch nicht ausreichend kannte. In diesem Positionskampf habe ich jetzt viel über sie lernen können.“ Co Team Leader Hannes Allwardt (24) ergänzt: „Auch wenn noch mehr möglich gewesen wäre, sind wir mit dem Verl auf des Rennens absolut zufrieden. Es war ein spannender Dreikampf. Jetzt blicken wir wieder nach vorn und freuen uns auf den Sachsenring.“ Das kommende Rennen wird im Rahmen des Großen Preises von Deutschland ausgetragen und zählt nicht nur für die IDM, sondern wurde zusätzlich auch zur Moto3-Nordeuropa-Meisterschaft erklärt.

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